Ich habe mit ChatGPT angefangen. Dann entdeckte ich Claude.
Claude schrieb für mich besser. Die Ausdrucksweise war natürlicher und näher an dem, was ich selbst sagen würde.
Also blieb ich jahrelang bei Claude.
Dann wurde Claude für meine Arbeit schlechter. Unzuverlässiger. Dazu kamen die Nutzungslimits.
Nach einer erneuten Recherche wechselte ich zu GPT-5.6 Sol. Mit fliegenden Fahnen und meinem ganzen Team.
Das funktionierte hervorragend.
Und dann kam Claude Opus 5.5.
Die vorherigen Opus-Versionen hatten mich nicht überzeugt. Bei 5.5 ist das anders.
Plötzlich sind beide gut.
Heute nutze ich ChatGPT und Claude parallel. Mal entscheide ich nach Aufgabe, mal einfach danach, welches Modell mir gerade besser gefällt.
Und manchmal arbeiten beide am selben Projekt.
Dann bestimme ich eine Lead-KI. Sie übernimmt die eigentliche Aufgabe. Die andere KI evaluiert das Ergebnis und sucht nach Fehlern, Widersprüchen oder Schwachstellen.
Danach entscheide ich.
Anfang dieses Jahres wäre dieser Wechsel noch umständlich gewesen.
Ich hätte Projekte übertragen, Kontext neu aufgebaut und der nächsten KI erklären müssen, wie wir arbeiten.
Heute liegen meine Projekte in eigenen Operating Systems.
Dort finden ChatGPT und Claude die Arbeitsregeln, Entscheidungen und den aktuellen Stand. Beide verstehen die gewachsenen Systeme sofort.
Ich verschiebe deshalb keine großen Projekte mehr zwischen den Plattformen. Ich öffne dasselbe System mit der KI, die ich gerade nutzen möchte.
So schnell hat sich die Arbeit mit KI verändert.
Innerhalb weniger Monate wurde aus einer grundsätzlichen Entscheidung für eine Plattform eine tägliche Entscheidung innerhalb meines Workflows.
Meine Projekte hängen heute an meinem eigenen System. ChatGPT und Claude übernehmen darin unterschiedliche Rollen.
Und wenn morgen wieder eine Version besser wird, wechsle ich einfach.
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