Klingt provokant. Ich meine es ernst.
Wenn du KI ausprobiert hast und dachtest „naja, ganz nett, aber der Hype ist übertrieben" – dann liegt das mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht an dir. Und auch nicht an KI. Es liegt daran, womit du gearbeitet hast.
Rund die Hälfte der Teilnehmer, die in meine KI-Kurse kommen, nutzen entweder die kostenlose Version von ChatGPT oder das, was ihnen ihr Arbeitgeber bereitstellt. Unternehmens-KIs, die aus Datenschutz- oder Kostengründen so weit beschnitten sind, dass kaum noch etwas von der eigentlichen Leistung übrigbleibt. Das ist kein Vorwurf an die Unternehmen. Das ist schlicht Wirtschaftlichkeit.
Was KI-Apps dir nicht zeigen
Jemand hat neulich auf Reddit durchgerechnet, was es kostet, einen einfachen KI-Assistenten als App anzubieten – mit einem halbwegs leistungsfähigen Modell, angemessenen Nutzungslimits, einem Preis, den Menschen tatsächlich zahlen würden. Das Ergebnis: Die Zahlen funktionieren nicht.
Jede KI-App, die du kostenlos oder günstig nutzt, zeigt dir nicht, was KI kann. Sie zeigt dir, was sich ein Unternehmen leisten kann, dir anzubieten. Das ist eine gedrosselte Version. Eine beschnittene. Eine, die reicht, um den Eindruck zu erwecken, dass das Werkzeug funktioniert – aber nicht gut genug, um zu zeigen, was wirklich möglich ist.
„Der Unterschied ist keine Nuance. Er ist gewaltig."
Was die meisten sehen – und was darunter steckt
- Kostenlose oder günstige KI-Apps
- Unternehmens-KI mit Datenschutzfiltern
- Gedrosselte Modelle mit Nutzungslimits
- „Ganz nett, aber der Hype ist übertrieben"
- Direktzugang zum stärksten verfügbaren Modell
- Keine App-Zwischenschicht, keine Filter
- Komplexes Denken, echtes Reasoning
- Häufigste Reaktion beim ersten Mal: Irritation
Ich arbeite täglich direkt mit den leistungsstärksten verfügbaren Modellen – ohne App-Zwischenschicht, ohne Unternehmensfilter, ohne Kostendrosselung. Wenn ich Kursteilnehmern zeige, was das in der Praxis bedeutet, ist die häufigste Reaktion keine Begeisterung.
Es ist Irritation. „Warum funktioniert das bei mir zu Hause nicht so?"
Weil du ein anderes Werkzeug benutzt. Nicht eine andere Version desselben Werkzeugs – ein anderes Werkzeug. Der Leistungsunterschied zwischen dem besten aktuell verfügbaren Modell und dem, was die meisten täglich nutzen, ist nicht graduell. Da liegen Leistungsklassen dazwischen.
Was ich mir von jedem Kursteilnehmer wünsche
Ich kann und will nicht voraussetzen, dass jemand mit einer bezahlten KI-Subscription in den Kurs kommt. Das wäre unrealistisch und auch nicht fair. Aber ich versuche, jeden davon zu überzeugen:
Die wahrscheinlich beste Einzelinvestition in die eigene berufliche Entwicklung
Eine vernünftige KI-Subscription pro Monat nach dem Kurs. Nicht weil ich irgendeinem Anbieter etwas schulde – sondern weil ich sehe, was mit Menschen passiert, die mit dem richtigen Werkzeug arbeiten. Und was mit denen passiert, die zurück zur kostenlosen Version gehen.
Der Unterschied zeigt sich schnell.
Die eigentliche Frage
Wenn du KI getestet hast und nicht beeindruckt warst: Weißt du eigentlich, mit welchem Modell du gearbeitet hast? Weißt du, wie weit es gedrosselt war?
Falls nicht – vielleicht lohnt sich der Vergleich, bevor du ein Urteil fällst.
Wie ist das bei euch – nutzt ihr im Unternehmen eine beschnittene KI-Lösung, und habt ihr den Unterschied schon mal direkt verglichen?