Kein Studio. Kein Gitarrenunterricht. Keine schlaflosen Nächte über Texten. Alles KI. Dallas Little aus South Carolina hat ihn erfunden, die Musik generiert, hochgeladen, fertig.
Apple hat nicht reagiert. Kein Hinweis auf der Plattform. Die Charts laufen weiter. Der Algorithmus empfiehlt weiter. Echtes Geld fließt weiter.
Ich sage das als jemand, der KI täglich nutzt und sie nicht wegdiskutieren will. Ich bin viel effizienter geworden. Nervige Aufgaben? Von der KI erledigt. Mein Output? Vervielfacht. KI ist für mich kein Feind. Aber diese Entwicklung macht mir Sorgen. Wirklich.
Nicht weil KI Musik machen kann. Sondern weil die Leute die Musik gehört haben, sie gut fanden, echten Mehrwert daraus zogen, und nicht wussten, was sie da konsumieren.
„Wir misstrauen inzwischen echten Inhalten, weil wir so viel Gefälschtes gesehen haben. Das ist der eigentliche Schaden."
Wir fragen uns bereits bei jedem zweiten Bild, ob es echt ist. Das ist der eigentliche Schaden: nicht dass KI kreiert, sondern dass menschliche Kreativität dadurch unglaubwürdig wird.
Kennzeichnung ist kein Nice-to-have. Es ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Vertrauen überhaupt noch funktioniert.
Ob Plattformen wie Apple das freiwillig umsetzen oder dazu gezwungen werden, weiß ich nicht. Aber so weiterlaufen lassen? Das endet nicht gut. Für Künstler nicht. Und langfristig auch nicht für uns als Publikum.